Nostradamus – der Dauerbrenner unter den Beitragslöschungen

Praktisch jeden Monat bekommen wir bei REPGOW ein „Nostradamus-Mandat“. Und das ist immer wieder derselbe Anlass – ein Facebook-Nutzer postet folgendes Bild (oder nur den Text daraus): Und so sicher wie das Amen in der Kirche folgt dann die Löschung des Beitrages und die Sperrung des Nutzers – wegen „Hasssprache“. Nun hat Nostradamus dergleichen wohl gar nicht gesagt, jedenfalls nicht in dieser Formulierung, und die Bedeutung irgendwelcher Weissagungen aus dem frühen 16. Jahrhundert kann man sicherlich auch überschätzen – aber maßgeblich für die Sperrung ist ja nur, ob der Beitrag gegen deutsche Gesetze verstößt. Und das tut er evident nicht. Der Anstoß daran ist natürlich das Wort Heuschrecke – ein im allgemeinen nicht besonders geschätztes Insekt, das zwar zunehmende Bedeutung als Nahrungs- und Futtermittel gewinnt, aber doch eher mit den biblischen Plagen und Ernteausfällen in katastrophischem Ausmaß in Verbindung gebracht wird – weshalb Politiker der politischen Linken das Wort auch oft und gerne verwenden, um damit Investoren zu verunglimpfen… Nur wird in dem Beitrag ja sogar ausdrücklich klargestellt, dass die, die jetzt kommen, keine Tiere sein werden. Von einer Herabstufung der Migranten und/oder Flüchtlinge (denn dass es darum geht, ist klar) zu Tieren kann also keine Rede sein. Der Spruch, ob von Nostradamus oder nicht, bezieht sich klar auf das Ausmaß, die Geschwindigkeit und die Folgen dieser Migrationsbewegung. Und eine derartige Stellungnahme unterfällt klar der Meinungsfreiheit. Sie verstößt nicht einmal gegen die Gemeinschaftsstandards – denn Facebook selbst formuliert:

„Wir lassen Kritik an Einwanderungsgesetzen und Diskussionen über die Einschränkung dieser Gesetze zu.“

Na dann… Und bei der Gelegenheit: Obwohl wir bei REPGOW das Wort „Heuschrecke“ weder in der einen noch der anderen Debatte für sonderlich zielführend halten, werden wir weiterhin das Recht auf Meinungsfreiheit all unserer Mandanten vertreten. Völlig unabhängig von unserer eigenen Haltung.

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2 Comments

  1. Mario Krude

    Wo Sie da jetzt ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich NICHT um „Tiere“ handelt….
    Was ist da dann eigentlich der Sachverhalt wenn da ggf. klar mit „Köterrasse“ argumentiert wird?
    Tiere?
    Verstoß gegen (angablich wegen BGB Paragrafen in BRD vertraglich unwirksame) Gemeinschaftsstandards?
    Fragen noch und nöcher!

  2. Anonymous

    Aufjefenfall …… EGAL WIE ER ES SAGTE ….ERHATTE RECHT somit ist Hellsehen , wohl bewiesen….und wir brauchen uns um nix Sorgen machen denn ich , Marina Kaiser sage , es WIRD ALLES GUT

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